Bioland-Staudengärtnerei Spatz & Frank GbR

Herzlich Willkommen am Kreilhof  – robuste Bio-Stauden aus dem Pfaffenwinkel!
Stauden aus unserer Gärtnerei sind Alleskönner! Abgehärtet durch die Höhenlage, winterhart und mehrjährig, erfreuen Sie unsere Stauden daher über viele Jahre mit immer neuer Blütenpracht. Bei uns finden Sie passende Stauden für jeden Standort und Lebensbereich Ihres Gartens. Lassen Sie sich inspirieren von der Farben- und Formenvielfalt, lassen Sie sich verzaubern von Aromen und Düften unserer Garten- und Küchenkräuter… und bestaunen Sie auch die große Vielfalt unseres Sortiments in Schaupflanzungen und Muttergarten. Hier können Sie unsere Stauden im ausgewachsenen Zustand ansehen, was schon so manchen unserer Kunden in Staunen versetzt hat!
Wir bewirtschaften unseren Betrieb rein ökologisch, nach den Richtlinien des Bioland-Verbandes.
Besonders wichtig sind uns auch die heimischen Wildstauden, die unserer heimischen Tierwelt, allen voran den bedrohten Insekten Lebensraum und Nahrung bieten. Deshalb sind wir seit 2016 zertifizierter Fachbetrieb für naturnahes Grün – empfohlen von Bioland im Bereich der Wildstaudenproduktion.
In den Verkauf gelangen selbstverständlich nur qualitativ hochwertige Pflanzen, die in Ihrem Garten gut anwachsen und Sie sicher über viele Jahre erfreuen. Hier geht´s zu unserem Onlineshop!
Susanne Spatz-Behmenburg und Alexander Frank mit dem gesamten Team…
Wir freuen uns auf Ihren Besuch !
Susanne, Alexander, Eva, Christa und Regina

Dipl.-Ing. Susanne Spatz-Behmenburg und Dipl.-Ing. (FH) Alexander Frank
Adresse: Kreilhof 7, D – 82386 Oberhausen
Festnetz: 08803 4780900
Mobil: 0177 2421309
E-Mail: info@staudenspatz.de
Homepage: www.staudenspatz.de
Fachbetrieb für Naturnahes Grün – Empfohlen von Bioland

Bitte beachten Sie unbedingt unsere aktuellen Öffnungszeiten auf unserer Homepage!

Aus dem Leben einer Wild-Staudengärtnerin

5.55 Uhr: Der Wecker klingelt, raus aus dem Bett und mit Schwung in einen neuen Tag.
7.15 Uhr: Kurz gefrühstückt, Kind zum Bus gebracht, Kasse geschnappt und ab in die Gärtnerei. Ich liebe die Stimmung in der Früh, den Tau auf den Blättern, die noch frische Sommermorgenluft und das Wissen um einen ganzen Tag, an dem man ganz viel schaffen kann.
7.40 Uhr: Die Mitarbeiter kommen, kurze Lagebesprechung, ja, schon wieder Topfen, wir brauchen ganz viel Nachschub, die Quickpotplatten mit oberster Getopftwerde-Priorität belagern den Topftisch von allen Seiten.
7.50 Uhr: Pakete müssen noch gepackt werden, warum nur bestellen Leute im Juli Allium sphaerocephalon? Wie man sie auch legt und bettet, die Kugelköpfe baumeln immer lustig über den Paketrand, vorsichtig eingedreht zwischen buschige Angelica und zurückgeschnittene Salvia pratensis gelingt es dann doch, sie zu bändigen, Klappe zu, zukleben und ab geht die Post.
8.30 Uhr: Ab ins Quartier, die Chefin ist nämlich mal wieder am Umräumen! Ich denke mir halt immer, das muss doch übersichtlicher gehen, Freifläche trocken mager, von A bis Z (nein, falsch, mit Z gibt es nichts), alles sauber sortiert und in Reih und Glied aufgestellt! C ist gerade abgeschlossen als 6 Paletten frischgetopfter Centaurea scabiosa auch noch unterkommen wollen, also schnell wieder alles ein Stück verrutschen.
8.50 Uhr: Siedendheiß fällt mir ein, dass ja auch noch 150 Centaurea pseudophrygia am Topftisch Schlange stehen! Also gut, der nächste Naturgärtner, der auftaucht, bekommt mindestens 24 Perücken-Flo- ckenblumen, ob er will oder nicht, bei den wunderschönen Knospen kann doch keiner nein sagen!
9.10 Uhr: Zum zehnten Mal steche ich mich an der Wilden Karde, die sich ausgerechnet direkt am Durchgang aussäen musste. Wäre nicht einen halben Meter rechts auch ein schöner Platz gewesen?
9.15 Uhr: die ersten Kunden trudeln ein.
9.16 Uhr: „Guten Morgen Frau Spatz, können Sie mir bitte helfen, ich suche Stachys officinalis, den Heilziest!“ „Na klar, gerne, kommen Sie mit, der steht hier bei B, wie Betonica officinalis.“ „Nein, ich brauche aber unbedingt Stachys officinalis (eigentlich ist es ja gut, wenn die Kunden einen botani- schen Namen wissen, die unterschiedlichen deutschen Namen sind nämlich oft sehr verwirrend)!“ „Ja, genau, der wurde aber zu Betonica officinalis umbenannt, auch Botaniker wollen ihre Berechtigung haben“ „Aber der sieht ja ganz anders aus als auf dem Foto in Natur&Garten!“ „Ach so, Sie meinen wohl Stachys officinalis, den Heilziest! Der steht ein Stück weiter hinten!“ Wir gehen ein paar Reihen weiter im Quartier und stehen nun vor einem Posten Bbetonica officinalis, der noch am alten Platz steht. „Sehen Sie Frau Spatz, das hier sind doch ganz andere Pflanzen!“
9.30 Uhr: Zufriedener Kunde abgezogen, ich mach weiter mit umräumen, da sehe ich aus dem Augenwinkel einen weiteren Kunden auf mich zusteuern, schnell hinter die große, buschige, stachelige Wilde Karde, die zum Glück genau hier am Durchgang wächst…
11 Uhr: mir fällt ein, dass ich noch Samen von Pulsatilla vulgaris abnehmen wollte, leider sind sie aber bereits ausgeflogen.
11.30 Uhr: Eine Kundin, scheinbar Wildstauden-Freundin, steht mit zwei vollen Körben an der Kasse und möchte gerne bezahlen, da erscheint eine Bekannte, wohl die Nachbarin dieser Kundin, und ein verhängnisvolles Gespräch beginnt:
Kundin 1: „Griaß Di Gott, Duu hier! Ja was kafst den da scho wieda für a Zeug, des is ja lauter Unkraut! Des zum Beispiel, des Blaue do hob i zum Saufuadern (zum „Schweine-füttern“, will heißen, in rauen Mengen), des koonst vo mir ham, und des rote a! Ja, des gibt’s ja ned, verkafn die tatsächlich des Orangerote Habichtskraut! Du, des sog i Dir, wenn des zu mia nübafliagt, des bringst ja nimma los!“ Kundin 2: „Ja, aber die Trollblu- me, die ist doch wirklich selten schön!“ Kundin 1: „Ah geh weida, die konst da doch ausgrobn auf da Wiesn!“ (muss ich übersetzen, oder versteht man das auch so???) Ich: „Trollblumen sind geschützt und außerdem wollen wir Gärtner ja auch was verdienen!“
Fünf Minuten später und mit 20 Pflanzen weniger, ziehen die beiden zufrieden ab, ich bleibe weniger zufrieden zurück.
12.30 Uhr: Ein älteres Ehepaar freut sich über Wegwarte und Zittergras, die sie an ihre Jugend erinnern.
12.35 Uhr: Das Handy vibriert und meldet eine eingegangene Mail. Einer meiner Naturgärtner möchte gerne in einer halben Stunde 300 Stauden abholen, für einen wärmeliebenden Saum, ob wir da nicht schon mal was herrichten könnten. Na gut, spontan zusammengestellte Pflanzungen sind ja bekanntlich meist die Schönsten!
13.15 Uhr: 250 Pflanzen für wärmeliebenden Saum und 50 Perücken-Flockenblumen verkauft, Kind von der Schule abgeholt, Brotzeit gemacht, weiter geht’s.
14 Uhr: Eine Mitarbeiterin fragt, ob sie wirklich 150 Stück von Acinos alpinus topfen soll oder ob das nicht zu viele wären? Nein, sage ich, ich habe mir vorgenommen, dass uns keine Wildstauden mehr ausgehen, ruhig alle topfen und die 300 weiteren Acinos-Jungpflanzen kommen auf die Vorratsfläche!
15 Uhr: Der nachmittägliche Durchhänger überfällt mich, schnell eine Nase voll Calamintha nepeta, gute Düfte helfen immer …
17.00 Uhr: Die Hitze nimmt immer weiter zu, über den schwarzen Folien flimmert die Luft, viele Pflanzen lassen ihre Blätter hängen, nur die Karde, die steht immer noch wie eine Eins!

…kleines Päuschen…

17.30 Uhr: Soll ich vielleicht im Schattenquartier schon mal die Beregnung anmachen? Da kommt doch jetzt bestimmt kein Kunde mehr.
17.45 Uhr: Der obligatorische 5 vor 6 Uhr- Kunde kommt heute 10 Minuten zu früh. Er hätte da ein 10 m2 großes Beet an der Nordseite seines Hauses, das würde er gerne bepflanzen. Es sollte immer was blühen, es sollte pflegeleicht sein und gut für die Bienen. Mist, Nordseite bedeutet Schatten- quartier …
18.30 Uhr: Der Kunde ist mit voll beladenem Cabrio weg, die Kollegen haben auch schon Feierabend gemacht und ich werfe die Bewässerung im Schatten wieder an.
18.45 Uhr: Noch 96 frischgetopfte Centaurea nigra in die sowieso schon zu enge Centaurea-Reihe gequetscht, Kasse fertig gemacht und endlich in den ersehnten Feierabend gestartet!
18.55 Uhr: Im Haus duftet es schon verführerisch nach Spaghetti mit Aurora-Sauce, wie schön, wenn man einen Mann hat, der gerne und gut kocht und noch dazu Italiener ist …
20 Uhr: Abend gegessen, Kind ins Bett gebracht, jetzt beginnt die Nach-Feierabend-Arbeit … Wenn man direkt neben der Gärtnerei wohnt, hat das Vor- und Nachteile! Die Abendstimmung in der Gärtnerei ist allerdings wunderbar, quakende Laubfrösche, schwirrende Taubenschwänzchen, zirpende Grillen, das Rauschen der Regner und umherwabernde Düfte bedeuten pures Glück für mich.
20.10 Uhr: Bewässerung umgestellt, dabei gefräßige Schnecken auf den frisch getopften Pflänzchen entdeckt.
20.40 Uhr: Gefräßige Schnecken dezimiert.
20.42 Uhr: Noch kurz E-Mails checken und Saatgut (unter anderem Pulsatilla vulgaris) nachbestellen.
21.30 Uhr: Bewässerung ausmachen und nicht nach rechts und links schauen, schon gar nicht auf den Boden
Um 22.30 Uhr Falle ich erschöpft, aber zufrieden ins Bett.

Kleiner Rundgang durch unsere Gärtnerei…